| Interview mit Glückaufs Neuzugang Patrik Pecher im Kölner Stadt-Anzeiger |
| Samstag, den 10. April 2010 um 12:28 Uhr |
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"Nicht nur zum Spaß dort spielen"
PATRIK PECHER: Ich habe „Rücken“, könnte man sagen. Im Ernst, die Probleme mit meinem Rücken zwingen mich dazu. Weder Ärzte noch Physiotherapeuten haben das bisher in den Griff bekommen. Zudem bin ich beruflich im Handwerk beschäftigt. Das ist immer ein Problem. Ganz aufhören wollen Sie aber nicht. Stattdessen zieht es Sie in die Kreisliga-C, zu den Sportfreunden Habbelrath-Grefrath.
PATRIK PECHER: Ja. Dort kann ich mir die Zeit besser einteilen und die Belastung ist wohl nicht mehr so groß wie in der Landesliga. Aber ich spiele dort nicht nur zum Spaß, da bei den Sportfreunden etwas aufgebaut werden soll. Wenn es aber gesundheitlich nicht gehen sollte, dann kann ich immer noch in der Winterpause Konsequenzen ziehen. Sie haben in Kerpen unter Trainer Uwe Hoßdorf zuletzt als Libero gespielt. In der Vergangenheit waren Sie aber eher als Offensivspieler bekannt. Waren Sie mit der Umstellung einverstanden?
PATRIK PECHER: Ich habe mich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt. Der Trainer hat mich als erfahrenen Spieler eher in dieser Position gesehen. Diese Aufgabe hat mir auch gut gefallen, zumal sie im Vergleich mit einer Position im Mittelfeld nicht mehr derart laufintensiv war. Werden Sie in Ihrem neuen Verein auch defensiv spielen?
PATRIK PECHER: Eher nicht. Ich denke, dass ich dort wieder weiter vorne eingesetzt werde. Nach den neuesten Informationen werden neben Ihnen gleich acht weitere Spieler die Kerpener Mannschaft verlassen. Darunter auch Kerpener Urgesteine und einige Leistungsträger. Wie erklären Sie sich die Entwicklung?
PATRIK PECHER: Die älteren Spieler wollen zum Teil wohl kürzer treten, andere nach langer Zeit im gleichen Verein nochmal andere Luft schnuppern. Vielleicht haben die Jüngeren im Kader ein Problem damit, dass wir immer noch mit Libero statt mit Viererkette auflaufen. In der Landesliga ist das ungewöhnlich. Aber die Abgänge haben nichts mit dem Trainer zu tun. Ich persönlich hatte sowieso nie ein Problem mit Hoßdorf. Wir haben in Bachem sogar noch zusammengespielt. Ich war als Kapitän immer die rechte Hand des Trainers, und so ist er auch mit mir umgegangen. Die entstehenden Lücken im Kader sollen nach Aussage von Hoßdorf zum Teil durch A-Junioren besetzt werden, die in den Seniorenbereich aufsteigen. Ist Kerpen damit gut aufgestellt?
PATRIK PECHER: Wir haben eine starke A-Junioren-Mannschaft. Ob die Talente den Sprung schaffen, wird sich zeigen. Aber es wird sicher schwer, derart viele Abgänge zu kompensieren. Der ein oder andere erfahrene Spieler muss noch geholt werden. Das braucht eine Landesliga-Mannschaft. Soweit ich weiß, sollen auch vier oder fünf starke, gestandene Spieler kommen. Sie erwähnten, dass in Ihrem neuen Verein etwas aufgebaut werden soll. Haben Sie vielleicht ein Auge darauf geworfen, dort irgendwann ein Traineramt zu übernehmen?
PATRIK PECHER: Der zeitliche Aufwand als Coach ist schon sehr groß und wahrscheinlich ist das auch nicht mein Ding. Ich denke eher nicht, dass ich irgendwann mal Trainer werde.
Das Gespräch führte Thomas Giesen |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 11. August 2011 um 08:13 Uhr |





