| Konzept Jugendarbeit |
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Sportfreunde Glückauf Habbelrath-Grefrath 1920 e.V. " Das Ausbildungs- und Jugendkonzept der Jugendabteilung soll die gemeinsame, verbindliche Basis der Jugendarbeit von Glückauf Habbelrath Grefrath (nachfolgend Glückauf genannt) darstellen. Alle Funktionsträger, unsere Trainer und Betreuer, und auch die Eltern unserer Kinder, sind gleichermaßen dem Leitbild des Jugendkonzeptes und seiner Umsetzung verpflichtet."
Inhaltsverzeichnis
1. Das sportliche Konzept 1.1 Ziele 1.2 Spielphilosophie 1.2.1 Offensiv und Kreativ 1.2.2 Ballorientierte Verteidigung 1.2.3 Leidenschaftlich aber fair 1.3 Trainingsinhalte und Ausbildungsziele 1.3.1 Grundlagenphase (U7, U9 U11) 1.3.2 Aufbauphase (U13, U15) 1.3.3 Leistungsphase (U17, U19)
2. Das erzieherische Konzept 2.1 Ziele 2.2 Unsere Trainer und Betreuer 2.2.1 Anforderungen an unsere Trainer und Betreuer 2.3 Unsere Eltern 2.4 Leitgedanken und Verhaltensregeln
1. Das sportliche Konzept 1.1 Ziele Alle Kinder und Jugendliche sollen ihrem Talent entsprechend, bestmöglich ausgebildet und gefördert werden. Spieler, die so für Glückauf gewonnen werden, bleiben dem Verein, wenn nicht als Leistungsfußballer, dann zumindest als Hobbyfußballer bzw. als aktive Helfer, d.h. als Trainer, Betreuer, Schiedsrichter, Organisatoren etc. erhalten. 1.2.1 Offensiv und Kreativ Offensive und Kreativität sollen - egal in welcher Altersstufe - das Spiel der Glückauf Junioren Teams auszeichnen. Eine solche attraktive Spielweise erfordert technisch versierte, am Ball kreative sowie taktisch gut geschulte, offensiv denkende Fußballspieler. Dieser sportliche Ansatz ist in seinem Grundsatz auch bei weniger talentierten Spielern und Mannschaften anzuwenden.
1.2.2 Ballorientierte Verteidigung Die Spielweise mit einem "einsamen, letzten Mann am eigenen Strafraum" hat im modernen Fußball keine Daseinsberechtigung mehr. Deswegen sollen alle Jugendteams von Glückauf mit raumgebundener und am Ball orientierter Gegnerdeckung spielen. Im Großfeld hat dies eine Linienverteidigung - je nach Team - mit 3 oder 4 Verteidigern zur Folge. Während das systematische Verschieben in Breite und Tiefe des Raumes erst auf dem Großfeld erlernt wird, so ist bereits in der Kleinfeldphase die Vorbereitung der Erzeugung von Überzahlsituationen möglich. Daher scheint für das Kleinfeld die Aufteilung der sechs Feldspieler in drei eher defensive und 3 eher offensive Spieler am sinnvollsten. Hier sollen sich dann aber auch alle defensiven Spieler an Offensivaktionen der eigenen Mannschaft beteiligen können und umgekehrt. Bei dieser Verteilung lässt sich zudem das Spiel über die Flügel am besten praktizieren. Sollte diese Art der Anordnung der Spieler auf dem Feld verändert werden, dann stets zugunsten der Offensive. Dieser sportliche Ansatz ist in seinem Grundsatz ebenfalls bei weniger talentierten Spielern und Mannschaften anzuwenden.
1.2.3 Leidenschaftlich aber fair
1.3 Trainingsinhalte und Ausbildungsziele Das Training mit Kindern und Jugendlichen ist für Glückauf nicht das Abbild eines reduzierten Erwachsenentrainings. Es soll sich vielmehr mit attraktiven und abwechslungsreichen Spiel- und Wettkampfformen, an den jeweils alterstypischen Entwicklungsmerkmalen der Kinder und Jugendlichen orientieren, und so deren besonderen Bedürfnissen Rechnung tragen. Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu einem gelungenen Training. Möglichst kleine Gruppen ohne große Warteschlangen, kurze, verständliche Erklärungen zu den Übungen, intensive, altersgemäße Übungseinheiten gefolgt von entsprechenden Pausen, Unterstützung und wo notwendig, Korrekturen, sowie lobende und anspornende Worte, die die Kinder und Jugendlichen bestärken. Diesem Anspruch gerecht zu werden ist ein ständiger, neu anzustrengender Prozess, dem sich die Trainer der Jugendabteilung von Glückauf verpflichten. Um eine optimale Ausbildung unserer Kinder zu gewährleisten, erhält jeder Trainer ein Informationspaket, ausgerichtet an die Altersstufe seiner Spieler. Glückauf bietet seinen Kindern einen kontinuierlichen Trainings- und Spielbetrieb - auch nach Abschluss der Staffelspiele - an. Dies beinhaltet z.B. Turniere und Freundschaftsspiele. Gerade im Winter wird den Kindern ausreichend Spiel- und Wettkampfpraxis (z.B. durch Hallenturniere) ermöglicht. Die optimale sportliche und außersportliche Ausbildung basiert dabei auf einem zielgerichteten, systematischen und langfristigen Leistungsaufbau, der sich in drei aufeinander aufbauende Ausbildungsphasen gliedert:
1.3.1 Grundlagenphase: Bambini (U7), F-Jugend (U9) und E-Jugend (U11) Schwerpunkt in der Grundlagenphase ist die allgemeine Bewegungsschule als Basis für die weitere sportliche Entwicklung der Kinder. Anzustreben ist hier: ein vielfältiges, spielerisches Bewegungsangebot,die Grobformung der Grundtechniken des Fußballspiels,sowie die Vermittlung des Spaßes und der Faszination am Fußball. Dies bedeutet für die 3 Altersklassen in der Grundlagenphase:
Bambini (U7) Förderung der Freude am Sport und SpielVermittlung der Spielidee „Tore erzielen und Tore verhindern“Förderung von TeamgeistKeine Systemvorgaben (freies Spiel). Im Alter von 4 - 6 Jahren kommt der allgemein-sportlichen Ausbildung eine entscheidende Bedeutung zu!Intensive und vielseitige Bewegungserfahrungen führen zu leichterem Erlernen neuer Fertigkeiten.Die essentielle koordinative Basis entsteht durch eine frühe Bekanntschaft mit elementaren Bewegungshandlungen verschiedener Sportarten.Ein vielseitiges sportliches Üben erhöht nicht nur die motorische Lernfähigkeit, sondern sichert auch ein differenziertes Bewegungsgefühl und garantiert eine individuelle, situativ - variable Verfügbarkeit des Angeeigneten! Der fußballspezifische Anteil sollte von der Ballführung als Basis ausgehen! Lauf-, Fang- und Tummelspiele (sportartunspezifische Motivationsspiele)Allgemeines Koordinationstraining (Hindernisturnen, Spiele mit und ohne Ball, Geschicklichkeits- und Gewandheitsübungen, Lauf-, Sprung- und Wurfkombinationen,...)Mehrkämpfe (Vielseitigkeitswettbewerbe) Im Alter von 6 - 8 Jahren nimmt der Anteil der fußballspezifischen Ausbildung zu! Im fußballspezifischen Bereich kommt es nun zur umfangreichen Grobformung der technischen Fertigkeiten!Spielerisches Erlernen der wichtigsten Fußballtechniken, z.B. Ballführung, Ballannahme- und Mitnahme, Torschuss und Passen mit der InnenseiteSpielerisches Erlernen des Dribblings (einfache Finten)Torschuss nach ZusammenspielDie Schulung der Beidfüssigkeit beginntSpielerisches Erlernen des Kopfballspiels (Luftballon, Softball)Regelmäßiges Wechselspiel der PositionenVermittlung von Mindestregeln (Einwurf, Eck-, Frei-, Straf- und Anstoß)Ballorientiertes Spielsystem 1 – 3 – 3. Die Kinder sollten aber weiterhin mit Sportarten bekannt gemacht werden, die dem Fußball, oder Teilen davon, nahe stehen! Im Vordergrund stehen aber weiterhin neben Ball- und Bewegungsgeschicklichkeit auch die Spielerfahrung! Lauf-, Fang- und TummelspieleAllgemeines KoordinationstrainingVielseitigkeitswettbewerbeStaffelnTechnische ÜbungsformenParteispiele mit technischen Schwerpunkten
Im Alter von 8 - 10 Jahren nimmt der Anteil der fußballspezifischen Ausbildung weiter zu, so dass die Grobformung (Ballführung, Ballannahme- und Mitnahme, Torschuss, Passen mit der Innenseite) der technischen Fertigkeiten abgeschlossen, und mit der Feinformung (2tes E-Jahr) begonnen werden kann! Die geistige Aktivität in diesem Alter lässt auch das Trainieren grundlegender taktischer Verhaltensweisen in überschaubaren Räumen und Gruppengrößen zu! Das allgemeine Koordinationstraining wird mehr und mehr vom speziellen Koordinationstraining überlagert, welches nun stärker durch Schnelligkeitstraining ergänzt wird! Der für dieses Alter typische Wissensdrang kann nun in angemessenem Maße zur einfachen theoretischen Schulung sowie zur grundlegenden Wissensvermittlung genutzt werden! Lauf-, Fang- und TummelspieleAllgemeines und spezielles KoordinationstrainingVielseitigkeitswettbewerbeStaffelnTechnische ÜbungsformenParteispiele mit technischen und einfachen taktischen Schwerpunkten Festigung der BeidfüssigkeitWeiterentwicklung von Dribbling (Finten), und KopfballspielTorschuss nach Zusammenspiel oder KombinationsspielSpielverhalten im 1 gegen 1 und 2 gegen 2Überzahl- / Unterzahlschulung (3 gegen 1 / 4 gegen 1)Regelmäßiges Wechselspiel der Positionen (kein „Festspielen“)Erlernen von Standartsituationen z.B. Eckball, Freistoß, Einwurf in GrobformVertiefung der Regelkenntnisse (Einwurf, Eck-, Frei-, Straf- und Anstoß)Ballorientierte Spielsysteme, z.B. Überzahl in Ballnähe
1.3.2 Aufbauphase: D-Jugend (U13) und C-Jugend (U15) Die Aufbauphase ist durch ihren Weiterentwicklungscharakter und der damit verbundenen fußballerischen Spezialisierung geprägt. Anzustreben ist hier das Verfeinern fußballerischer Bewegungen und Grundtechnikendie sportartspezifische Ausbildung der technisch-taktischen. Handlungsfähigkeitsowie die sportartspezifische Ausbildung grundlegender konditioneller Eigenschaften. Dies bedeutet für die beiden Altersklassen:
D-Jugend (U13) Im Alter von 12 - 14 Jahren hat der allgemein-sportliche Anteil der Ausbildung nur noch Ergänzungs- bzw. Motivationsfunktion! In diesem Alter muss der Anteil des gruppen- und mannschaftstaktischen Verhaltens, um das nun verbesserte räumliche Orientierungsvermögen nutzen zu können, zunehmen! Auch die konditionellen Eigenschaften sollten nun vermehrt trainiert werden, u.a. da im koordinativen sowie technomotorischen Bereich in diesem Alter, auch aufgrund des Längenwachstums, kaum Verbesserungen erzielt werden können! Die Spieler sollten spätestens jetzt befähigt werden, die erlernten Techniken und Regeln spieltaktisch klug einzusetzen! Lauf- und FangspieleBeweglichkeits- und KräftigungsgymnastikParteispiele mit individual-, gruppen- und mannschaftstaktischen SchwerpunktenParteispiele mit konditionellen Schwerpunkten (in der Regel in Verbindung mit taktischen Schwerpunkten)Festigung der erlernten Fußballtechniken (umfassend)Schulung der Schnelligkeit (koordinatives Laufen, keine Schnelligkeitsausdauer!)Körperbetonte ZweikämpfeSpielverhalten vom 1 gegen 1 bis hin zum 4 gegen 4Flexibles Verteidigen in der 4 er AbwehrketteSchulung des schnellen Umschaltens von Abwehr auf Angriff (betontes Offensivspiel über die Außen) und umgekehrtPositionsspezifisches Training (Laufwege und Zweikampfverhalten)Torwarttraining als fester Bestandteil der Trainingseinheiten, mitspielender TorwartFörderung des Direktpasses / Direktspiels (1-2 Ballkontakte)Ballorientierte Spielsysteme 1 – 4 – 4 – 2Hinweis auf Körperpflege (gemeinsames Duschen nach Training + Spiel fordern/fördern)Wenn möglich eine zusätzliche wöchentliche Laufeinheit (leichtes und gesteigertes Laufen mit Übungen, Dauer: ca. 60 min.) Die Leistungsphase ist durch Ihren Überleitungscharakter in den Seniorenbereich, und durch die Vertiefung der Spezialisierung geprägt. Anzustreben ist hier die: Die spezielle Ausbildung der taktischen Handlungsfähigkeit und die spezielle Ausbildung aller konditioneller Eigenschaften, Dies bedeutet für die beiden Altersklassen in der Leistungsphase:
2. Das erzieherische Konzept Unter dem Motto "Kinder stark machen" soll nicht nur die sportliche, sondern auch die außersportliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen gefördert werden. In diesem Sinne sollen vor allem Toleranz und OffenheitLeistungsbereitschaft und DisziplinTeamgeist und solidarisches HandelnKreativität und Eigeninitiative vermittelt werden. Unsere Trainer und Betreuer haben in der Umsetzung dieses Konzeptes eine herausgehobene und bedeutende Aufgabe. Ihr ehrenamtlicher Einsatz für die Kinder und den Verein ist nicht hoch genug einzuschätzen. Deswegen erhalten alle Trainer unserer Jugendmannschaften für Ihre Arbeit kontinuierlich Unterstützung, z.B. durch regelmäßige Schulungen. Verantwortlich für die Ausbildung unserer Trainer und Betreuer ist unser sportlicher Leiter.
2.2.1 Anforderungen an unsere Trainer und Betreuer Unser Trainer / Betreuer……
Unser Trainer / Betreuer…… weist seine Spieler an, die Leitgedanken und Verhaltensregeln von Glückauf einzuhalten. trägt grundsätzlich Sportbekleidung. raucht nicht im Beisein von Kindern.
2.3 Unsere Eltern Eltern sind die ersten Vorbilder für ihre Kinder. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern ist die Grundlage für jeden erfolgreichen Sportverein. Trainer und Betreuer investieren ihre Freizeit zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Daher sollten die Eltern jederzeit unterstützend wirken, und sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. Neben unseren Trainern leisten sie einen wichtigen Beitrag für die sportliche und außersportliche Entwicklung ihrer Kinder im Verein, besonders wenn diese noch klein sind. Es sind die Eltern, die die Kinder zum Training oder den Spielen bringen, die bei der Organisation und Durchführung von Mannschaftsaktivitäten oder bei Turnierveranstaltungen tatkräftig helfen. Ohne die Unterstützung der Eltern wäre dies alles kaum möglich. Deshalb ruft die Jugendabteilung von Glückauf alle Eltern auf aktiv mitzuhelfen.
2.4 Leitgedanken und Verhaltensregeln Wir schaffen ein Umfeld, in dem sich jeder wohlfühlt.
Frechen-Habbelrath/Grefrath im Februar 2010
Der Jugendvorstand Volker May Hubert Nießen Johannes Geißler Hans-Willi Muckes Robert Zillken Thomas Hövel |





